Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

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Inhalt: Aufgaben des Neubaus

Themenbereiche

Allgemeines

Der Neubau-Sachbereich (SB 4) des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg besteht seit 1953. In dieser Zeit wurden 4 Elbvertiefungen, eine Fahrrinnenanpassung, der Ausbau der Rhinplate, der Pionierübungsplatz, der Bauhof in Wedel, das Verkehrssicherungssystem Elbe mit den Radarzentralen, der Ausbau der Leuchtturmkette geplant und gebaut. Heute besteht die Aufgabe des Sachbereiches in der Umsetzung der Nacharbeiten zum Planfeststellungsbeschluss der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe mit den dazugehörigen Begleitaufgaben der Beweissicherung und den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Bei größeren Neubauten und Umbaumaßnahmen wird das Amt durch einen weiteren Sachbereich, einer Neubauabteilung, unterstützt. Das derzeit 15-köpfige Team wurde aus erfahrenen Mitarbeiter/innen des Amtes und Neueinstellungen von außen gebildet. Hierdurch wurden die langjährigen Erfahrungen mit den jüngsten Erkenntnissen aus den Hochschulen kombiniert und neue Herausforderungen werden gerne angenommen.

Die Aufgaben reichen von der ersten Planung bis hin zur Übergabe des fertigen Bauwerkes an die Nutzer. Bei allen Projektschritten findet eine enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Amtes statt.

Im Bereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg wurde neben dem Neubau zweier Richtfeuerlinien bei Kollmar und auf Pagensand (Technik etc. muss noch erklärt werden) die Verkehrszentrale Brunsbüttel einschließlich mehrer Radarstationen geplant und ausgeführt. Mit Beginn der 90'er Jahre begannen die Ausbauplanungen zur Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe an die Containerschifffahrt.

Die rasche Entwicklung der Gesetzgebung im Umwelt- und Naturschutzbereich hat das Gesicht der Neubauabteilungen im letzten Jahrzehnt deutlich verändert. Lag in der Vergangenheit der Schwerpunkt in der ingenieurmäßigen Umsetzung einer Baumaßnahme, so sind heute neben vermehrten Kenntnissen im Bereich der Betriebswirtschaft sehr umfangreiche Kenntnisse im Umweltbereich erforderlich. Die Mitarbeiter/innen der Neubauabteilung befassen sich intensiv mit Fragestellungen der Ökologie. Bei allen Maßnahmen werden die Belange der Umwelt detailliert untersucht. Beispielhaft sei genannt, dass bei der Fahrrinnenanpassung die Rastzeiten der Vögel, Laichzeiten der Fische, die Lärm- und Geräuschemissionen für die Menschen und und und ... untersucht und gegeneinander abgewogen wurden. Am Ende stand eine für alle Seiten optimierte Lösung.

Das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit erfordert einen offenen Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen aus unseren Bauvorhaben. Die Ausbauwirkungen werden daher im Rahmen einer langjährigen Beweissicherung umfangreich erfasst und dokumentiert. Im Rahmen der auf 15 Jahre angelegten Beweissicherung werden zum Beispiel die Veränderungen der Wasserstände, Salzgehalte und Strömungen in der Elbe und den Nebenflüssen erfasst. Das Neubauteam erfüllt seine Aufgaben mit viel Freude und Engagement und freut sich über weitere Herausforderungen.

Vermessungsaufgaben

Im Herbst 1997 wurde mit den Arbeiten zur terrestrischen Beweissicherung begonnen. Die Vorarbeiten bestanden aus der Aufarbeitung der verfügbaren Alt-Unterlagen. Im Detail bedeutete dies, die vorhandenen und bei den letzten Ausbauverfahren gemessenen Querprofile aus den Kartenwerken (Tuschezeichnungen) zu digitalisieren und aus dem damals verwendeten Michaelis-System ins Gauss-Krüger-Koordinatensystem umzuformen. Die so erzeugten Liniendaten für ca. 1400 Querprofile zwischen Geesthacht und Cuxhaven wurden bis Ende 1999 ins Gelände übertragen und die Profile an diesen Stellen neu vermessen. Zu den schönsten Erlebnissen eines Vermessers jener Zeit gehörte es, einen Stein, oder eine ähnliche Mess-Markierung eines Vorgängers im Gelände zu finden und sagen zu können: "Die damaligen Vermesser waren ja ganz schön genau !". Nicht nur die Alt-Profile wurden neu gemessen: Ab Februar 1999 wurde im Planfeststellungsbeschluss die Messung von etlichen Verdichtungsprofilen mit Abständen bis zu 50 m vorgeschrieben und gemessen.

Gleichzeitig fanden Messungen der Abbruchkanten und der mittl. Tidehochwasser-Linie statt. Ab 2000 folgten die Ufermessungen an den Nebenflüssen Este, Lühe, Schwinge, Oste, Stör, Krückau, Pinnau, Wedeler Au. Seit Anfang 2001 laufen die Arbeiten zur 1. Wiederholungsmessung, die Ende 2002 abgeschlossen sein sollen. Die Messdaten werden durch das Vermessungsbüro im WSA Hamburg ausgewertet und CAD-mäßig zu digitalen Zeichnungen bearbeitet.

Ansprechpartner: Frau Grünwald Tel: 040 / 44110-304 E-Mail: Katrin.Gruenwald@wsv.bund.de