Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

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Inhalt: Beschreibung des Fächerecholotsystems EM 3002

(Firma Kongsberg)

In der zweiten Jahreshälfte 2007 wird das Fächerecholot des Peilschiffes „Biene“ durch das Nachfolgemodell EM 3002 auf dem Messschiff „Wedel“ ersetzt. Dieses ist fest im Bug des Schiffes integriert und bietet somit einen entscheidenden Vorteil zur bisherigen Konstruktion außerhalb des Schiffsrumpfes (siehe Beschreibung „EM 3000“). Die Anfälligkeit gegenüber äußeren Einflüssen, wie z.B. schwimmenden Objekten wurde dadurch auf nahezu null herabgesenkt. Das neue Fächerecholot bietet zudem auch viele technische Neuerungen. So zum Beispiel erfolgt auch bei höheren Geschwindigkeiten – mehr als 10 kn – eine 100 % ige Bodenerfassung.. Das Lot bietet die zusätzliche Möglichkeit einer Sidescan-Datenausgabe, mit der Hindernisse wie z.B. Steine oder Wracks schneller und besser lokalisiert werden können.


Abb. Vereinfachte Darstellung einer Fächerecholotaufnahme

Durch eine dynamische Fokussierung aller Empfangsbeams ist sowohl der Beamabstand als auch der Footprint über den gesamten Fächer nahezu konstant. Der Öffnungswinkel kann bei Bedarf verkleinert werden, ohne dabei die Anzahl der Beams zu verringern. Die Auswahl des Beammusters kann durch den Bediener variiert werden: gleicher Abstand oder gleicher Winkel. (Quelle: Handbuch der Fa. Kongsberg - Produktbeschreibung)

Technische Daten

Typenbezeichnung:

EM 3002 - Doppelschwingersystem

Maße für den Kopf:

Ø 332 mm x 119, 15 kg im Wasser

Frequenzen:

293, 300, 307 kHz

Beamanzahl:

max. 254 pro Kopf

Maximaler Öffnungswinkel:

130° Einzelschwinger, 200° Doppelschwinger

Maximale Lotfolge:

40 Hz

Messbereich:

0,5 - 150 m

Tiefenauflösung:

1 cm

Systematische Darstellung der Systemkomponenten des EM 3002
 Abb. Systematische Darstellung der Systemkomponenten des EM 3002

Die Schiffsbewegungen Hub, Rollen und Stampfen werden durch einen Bewegungssensor kompensiert. Die Orientierung der Fächerrichtung (Heading) übernimmt ein Kreiselkompass.

Die Ortung und Beschickung erfolgt über SAPOS – VRS (länderübergreifende Vernetzung) mittels GSM. Bei unzureichenden Empfangsdaten kann auf die verwaltungseigenen Referenzstationen (lokale Vernetzung) zurückgegriffen werden.

Arbeitsplatz des Operators
Abb. Arbeitsplatz des Operators

Auf der Workstation des Operators sind alle wichtigen Stammdaten (Uferlinien, Fahrwassertonnen, ...), Öffnungswinkel des Fächerlotes, Fächerüberdeckung und so weiter dargestellt. Da die Beschickung der Tiefendaten online erfolgt, kann der Operator an Bord sofort während der Messung eine erste Qualitätskontrolle vornehmen. Die Kontrolle der Ortungsdaten (PDGPS) wird in einem Teil der neuen Software “Quinsy” vorgenommen.

 Bildschirmanzeige während einer Fächerlotmessung
Abb. Bildschirmanzeige während einer Fächerlotmessung

Die Datenübergabe an das Peilbüro erfolgt aufgrund der hohen Datenmengen per DVD. Hier werden dann die Messdaten (MBES) im WSV-eigenen Programm “Hydap” plausibilisiert und als fertiges Produkt (Peilplan, Ascii-Daten,...) an den Kunden weitergeleitet.

(hierzu lesen Sie bitte den Punkt “Info Peilwesen” auf dieser Website)