Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

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Inhalt: ABz 2 Stade

Der Außenbezirk Stade (ABz 2) ist eine Dienststelle des äußeren Aufbaus des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Hamburg zur Aufgabenerfüllung vor Ort.

Anschrift:

 

Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Hamburg
Außenbezirk Stade
Beim Salztor 10
21682 Stade
Tel. 04141 4111-80
Fax 04141 4111-85

Außenbezirk Stade
Außenbezirk Stade

Örtliche Zuständigkeit

Folgende Bundeswasserstraßen obliegen dem Unterhaltungsbereich des Außenbezirks:

Este mit ca. 13 km Flusslänge
Lühe mit ca. 13 km Flusslänge
Schwinge mit ca. 5 km Flusslänge
Bützflether Süderelbe mit ca. 2 km Flusslänge
Ruthenstrom mit ca. 2 km Flusslänge
Wischhafener Süderelbe mit ca. 3 km Flusslänge
Freiburger Hafenpriel mit ca. 2 km Flusslänge

Personal

Zur Erfüllung dieser Aufgaben verfügt der Außenbezirk Stade über eigenes Personal und eigene Fahrzeuge. Das Personal setzt sich wie folgt zusammen:

1 Leiter des Außenbezirks
1 Verwaltungsfachkraft
1 Wasserbauwerkmeister
Schwingekolonne mit 7 Mitarbeitern
Este-Lühe-Kolonne mit 7 Mitarbeitern
das Innere Este-Sperrwerk mit 3 Mitarbeitern
2 schwimmenden Fahrzeugen mit zus. 3 Mitarbeitern
4 Auszubildende im Ausbildungsberuf Wasserbauer/in

Gesamt = 27 Mitarbeiter/innen

ABz. eigene Fahrzeuge


Motorboot "BUXTEHUDE"


Besatzung: 1 Schiffsführer, 1 Schiffsmechaniker
Länge: 14,35 m
Breite: 4,64 m
Tiefgang: 1,00 m
Motorisierung: 2 x 100 kW
Fabrikat IVECO



Motorboot "STADE"

Besatzung: 1 Schiffsführer
Länge: 14,32 m
Breite: 4,65 m
Tiefgang: 1,00 m
Motorisierung: 2 x 100 kW ,
Fabrikat IVECO


Die Abmessungen der Prähme "DP 4099" und "DP 4100" betragen Länge 20,00 m , Breite 6,20 m und Tiefgang 1,00 m . Der Decksprahm "DP 4100" ist mit einem stationären ATLAS-Hydraulikbagger ausgerüstet.

Weiter zugehörig sind noch die Prähme "OP 1140" mit einer Länge von 18,20 m , Breite 3,84 m , Tiefgang 0,70 m und "WS 1142" mit 19,57 m Länge, 4,77 m Breite und 0,80 m Tiefgang. Die Tragfähigkeit beträgt 21,050 bzw. 34,507 t.

Tätigkeiten

Unterfeuer Stadersand bei Sturmflut
Unterfeuer Stadersand bei Sturmflut

An den zum ABz Stade gehörigen Bundeswasserstraßen findet man Wasserbau in den vielfältigsten Formen vor. Die Ausführungsformen reichen von Schüttsteindeckwerken mit und ohne Pfahlfußsicherung, Holzbohlwerken, Stahlspundwänden, Stoppelpackwerken bis zu Buschlahnungen.

Weiterhin sind 14 Leuchttürme, 5 Pegel, das Innere Este-Sperrwerk sowie sonstige WSA- eigene Gebäude baulich zu unterhalten.

Uferunterhaltungsmaßnahmen

Arbeiten an einer Holzpfahlwand
Arbeiten an einer Holzpfahlwand an der BWaStr Schwinge mit dem Decksprahm "DP 4100"

Bei den Uferunterhaltungsarbeiten an den v.g. Bundeswasserstraßen (BWaStr.) müssen die geringe Breite der Flüsse und die engen Kurvenbereiche eine besondere Beachtung finden.

Eine weitere große Erschwernis sind die hier zahlreich errichteten Sportbootanlagen, die die ohnehin schon schmalen Flussläufe noch weiter einengen. Das Befahren ist somit meist nur gegen die Tide und dann nur als Schleppverband möglich. Da an den Bundeswasserstraßen die Umschlagplätze meist in einiger Entfernung von den Einbauorten liegen, spielt also auch die Transportlogistik für die einzubauenden Materialien eine wesentliche Rolle.

Ein weiterer Engpass sind die festen Brücken mit einer beschränkten Durchfahrtshöhe. Für die o.g. Unterhaltungsmaßnahmen kann also nicht jedes Fahrzeug genutzt werden.

Aufgrund ihrer besonderen Abmessungen sind die schon genannten Fahrzeuge "STADE" und "BUXTEHUDE" für diese Arbeiten besonders geeignet.

Mit dem Decksprahm "DP 4100" werden Uferunterhaltungsarbeiten in Eigenregie durchgführt. Hiermit ist es möglich, die im Stade häufig vorhandenen Fußsicherungen aus Holzpfählen instandzusetzen. Diese sind wegen der geringen Flussbreiten die am häufigsten errichteten Bauweisen. Mit einem an einem Hydraulikbagger montierten Anbaugerät, Typ Movax, können die 6 - 8 m langen Holzpfähle aus der Waagerechten aufgenommen, senkrecht gedreht und dadurch positioniert werden. Anschließend werden die Pfähle mittels Vibration in die Flusssohle eingebracht. Nebeneinander gesetzt ergeben diese dann die sogenannte Holzpfahlwand. Im nächsten Arbeitsgang werden daran Kanthölzer angebolzt und zur weiteren Festigung Erdanker eingedreht. Nach diesen Vorarbeiten kann dann nach dem Einbau von Faschinen, Filtervlies und eventuell Schotter das Schüttsteindeckwerk aufgesetzt werden.

Die Materialien werden mit Transportfahrzeugen (Abmessungen siehe vorstehend) zur Baustelle gebracht und eingebaut. Bei diesen Arbeiten handelt es sich nur um Uferunterhaltungsmaßnahmen an vorhandenen Schüttsteindeckwerken und nicht um Neubaustellen.

Inneres Este-Sperrwerk

Inneres Este-Sperrwerk
Inneres Este-Sperrwerk

Das Innere Este-Sperrwerk ist ein Querbauwerk in der Bundeswasserstraße Este.

Es ist dem Außenbezirk Stade zugeordne und soll verhindern, dass die Estedeiche der zweiten Deichlinie zwischen Buxtehude und dem Inneren Este-Sperrwerk durch Sturmfluten oder das Zusammentreffen hoher Oberwasserzuflüsse mit ungünstigen Tiden überflutet werden. Es befindet sich ca. 800 m oberhalb des bekannteren Äußeren Este-Sperrwerks, dessen Betreiber die Freie und Hansestadt Hamburg ist.

Um die Schiffbarkeit zur Werft Sietas und das Betreiben der Fährlinie sicherzustellen, werden die Sperrtore des Innere Este-Sperrwerks jedoch 3 mal häufiger geschlossen als das Äußere.

Im Rahmen von Bauwerksprüfungen wird das Sperrwerk (letztmalig in 2007) periodisch alle 6 Jahre trockengelegt. Dazu werden auf dem Sperrwerksgelände lagernde Revisionsverschlüsse in dafür vorgesehene Nischen eingeschwommen und abgesenkt. Anschließend wird die gesamte Sperrwerkskammer leer gepumpt. Da das nachfließende Oberwasser nicht abgeführt werden kann und sich aufstaut, müssen diese Arbeiten innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein.